Hinweis

 Der nachfolgend beschriebene Umbau ist nach bestem Wissen und Gewissen beschrieben. Eine Haftung seitens des Autors ist ausgeschlossen ! Sie müssen sich weiterhin im Klaren darüber sein, dass sie durch diesen Eingriff keine Garantieansprüche mehr gegenüber Carrera haben !

Andere Trafos

Auch mit Zusatzeinspeisungen macht es Sinn, andere oder stärkere Trafos zu verwenden. Aus gesetzlichen Gründen dürfen bei Spielzeugen nur noch Festspannungsnetzteile zum Einsatz kommen. Bei Carrera Evolution sind das Netzteile mit 2x 14,8 Volt und 2x 350 mA. Bei Carrera Exclusiv handelt es sich um Netzteile mit 2x 18 Volt und 2x 600mA.

Trotzdem wünscht sich mancher Rennbahnbesitzer, für den Nachwuchs die Spannung reduzieren zu können, oder verschiedene Fahrzeuge sowohl 1:32 als auch 1:24 zu fahren ohne das Netzteil umstöpseln zu müssen.

Die teure Lösung dieses Problems heißt „regelbares und stabilisiertes Labornetzteil“. Bei Freaks und auf Clubbahnen ist das Standard, für den Heimgebrauch gibt es aber eine günstige Alternative. Diese lautet „alter Carrera Trafo“.

Früher durften für Rennbahnen noch einstellbare Trafos angeboten werden. Dank eBay ist es heute kein Problem, diese Trafos für kleines Geld zu bekommen. Der einzige Nachteil dieser alten Trafos ist, daß mit ihnen keine elektronischen Drücker (z.B. aktuell die roten elektronischen Drücker von Exclusiv, und von Evolution bis Mitte 2003) betrieben werden können. Es müssen also mechanische Drücker eingesetzt werden, entweder die neuen Drücker von Evolution (entweder naturbelassen oder umgerüstet (Regler). Die auf 17,5 Ohm umgerüsteten Evolution Drücker harmonieren auch gut mit Exclusiv Fahrzeugen. Alternativ kann man sich auch ältere mechanische Exclusiv Drücker besorgen, oder idealerweise alte 124er Drücker mit Keramikwiderstand.

 

Die erste Möglichkeit ist der Einsatz von zwei Trafos des Typs „53711“ [hab kein Bild, du evtl. ?]. Jede Fahrspur kriegt einen eigenen Trafo, sie kann damit im Bereich von 9 bis 20 Volt eingestellt werden und mit maximal 1,1 Ampere versorgt werden. Das reicht für alle Fertigfahrzeuge aller Hersteller und auch für die viele 1:24 Eigenbauten, sofern nicht zu heiße Rennmotoren verwendet werden.

Vom 53711 gibt es allerdings mindestens 3 unterschiedliche Varianten, die sich in den technischen Daten unterscheiden. Die letzten Varianten aus den 80er Jahren besitzen zusätzlich eine andere Bauform und geben deutlich weniger Spannung ab als die Exemplare aus den 70er Jahren. Hier hilft im Zweifelsfall nur suchen und per Multimeter durchmessen.

 

Die zweite – und von mir favorisierte – Möglichkeit ist die Verwendung eines Carrera Servo Trafos vom Typ „53718



Dieser beinhaltet zwei separate Netzteile und bietet gegenüber der ersten Möglichkeit mehrere Vorteile:

-          geringerer Platzbedarf

-          2 Kontrollleuchten pro Spur

-          1,2 Ampere pro Spur

-          Spannung pro Spur 4-stufig einstellbar

Der 53718 sollte aber nicht mit dem kleineren 53716 verwechselt werden. Dieser bietet weniger Leistung, nur 3 Stufen pro Spur und nur 2 Kontrollleuchten anstelle von 4.

Wer die technischen Daten des 53718 liest, wird jetzt einwenden dass dieses Gerät laut Aufschrift nur „8-10-12-13,5 Volt“ liefert. Da kann ich nur sagen: Ich habe keine Ahnung, was die Carrera Techniker damals bewogen hat, so derart zu untertreiben. Im Leerlauf (also ohne Fahrzeug auf der Bahn) liefert der 53718 auf höchster Stufe bis zu 25 Volt pro Spur, unter Last (Fahrzeug Carrera Exclusiv mit Rennmotor) immerhin noch 17 Volt. Für kleine und mittelgroße Kurse zuhause also allemal ausreichend. Ich persönlich fahre 1:32 Fahrzeuge auf Stufe 1 oder 2, je nach Hersteller, Magnetbestückung etc. Für Fahrzeuge Carrera Exclusiv und Carrera 124 sind die Stufen 3 und 4 genau richtig.

Das folgende Bild zeigt den Anschluß des 53718 an das Anschlußstück von Carrera Evolution / Exclusiv mittels selbst angefertigtem Adapterkabel. Ich habe einfach die Stecker von normalen Carrera Evolution Netzteil abgeschnitten.